Fotos und Presse
Pressestimmen

„Im Quartett besticht die individuelle Klasse der Musiker. Immer wieder verzaubern sie durch Momente grösster Dichte und Intensität. Und „La Tina“ bringt jene elektrisierende Mischung aus Aufbegehren, Stolz und Anmut mit, die den andalusischen Flamenco aus der Kraft der Persönlichkeit neu zu interpretieren vermag. Von Stück zu Stück sich steigernd, verblüfft ihre mitunter rasende Fusstechnik ebenso wie die ungewöhnlich weit ausholenden Bewegungen ihrer Arme.“
Basler-Zeitung

„Die Mitglieder des Ensembles, allesamt Virtuosen auf höchstem Niveau, scheinen tatsächlich eine eigene musikalisch-tänzerische Identität erschaffen zu haben, welche mit nichts, was im Kontext des Flamenco je zu sehen oder zu hören war, verglichen werden kann.(...)In den tänzerischen Nummern offenbarte sich die Verbindung der Musiker mit der Tänzerin La Tina als so natürlich, dass sich Musik und Tanz zu einer unglaublichen Performance zu steigern vermochten.“
Anda - Flamencozeitschrift

„Alle erwiesen sie sich als grosse Könner auf ihrem Gebiet. La Tina zeigte expressiven Flamenco, spannungsvoll und ausdrucksstark schöpfte sie aus einer immensen Technik und einer lebendigen Fantasie. Eisern in Compas gestaltete sie stimmig improvisierte Facetten. Von geradezu elementarer Kraft war ihr Zapateado, den sie in Sincopao-Stellen zu atemberaubenden Kulminationen trieb.“
Neue Zuger-Zeitung

Der Sturmwind wird zum linden Lüftchen

Das Neue, das ganz vertraut wirkt. La Tina und das Amber Ensemble in der Elisabethenkirche

Basler Zeitung, 29. Januar 2005

DAVID WOHNLICH

«Vientos de otra tierra» heisst das neue Programm der Tänzerin La Tina und des Amber Ensembles in der Elisabethenkirche. Ein Erlebnis.

Der Titel «Winde aus anderem Land» bedeutet in einer Kunst, die so streng auf Formentreue achtet wie der Flamenco, ein gewagtes Versprechen. Am Freitagabend konnte anlässlich der Premiere in der Elisabethenkirche überprüft werden, ob das Versprechen eingelöst werden konnte.

HOCH VIRTUOS. Schon die Besetzung ist ungewöhnlich: Zur vertrauten Gitarre treten Perkussion, Akkordeon und Kon-trabäss. Nach wenigen Takten scheint die Musik des Amber Ensembles jedoch so schlüssig und kompakt, dass sich wohl selbst FlamencoPuristen erstaunt die Ohren reiben.
Das «andere Land», aus dem der frische Wind weht, liegt zweifellos im Osten; ein wunderschöner Akkordeonwalzer mit hoch-virtuoser Einleitung, scheinbar mühelos hin-gefegt von André Ichtchenko, deutet darauf hin, aber vielleicht will man bei einer derart gelungenen Verschmelzung mu sikalischer Traditionen gar nicht mehr genau über musi-kalische Wurzeln nachdenken. Hier ist, wohl vor allem durch das musikalische Genie des Gitarristen und Komponisten Michael Abramski, eine Musikform entstanden, die völlig neu ist, deren Resultate aber so klin-gen, als wären sie uns seit Jahrzehnten vertraut.
Selbst gewagte Ausflüge in bassiastige Ostinati, für die André Buser sorgt, sind sofort einleuchtend. Der Perkussionist und Sänger Pedro Navarro könnte am meisten verwirren, wenn man sich verwirren liesse: Einerseits entspricht sein Gesang, rau und intensiv und hochversiert in der «klassischen» Verzierungstechnik, genau der Tradition; andererseits lässt gleichzeitig sein Spiel auf dem sparsam dosierten Perkussionsinstrumentarium afrikanische und südamerikanische Einflüsse erkennen - ein Widerspruch, der angesichts der musika-lischen Koheränz keiner mehr ist.
ZISELIERT. Und dann wirbelt da natürlich La Tina im Vordergrund. Ihre Choreografien sind bis ins kleinste Detail ausziseliert und setzen einen hohen Grad an Bewegungs-virtuosität voraus, den sie scheinbar mühelos erreicht.
Die Bewegungsabläufe wirken selbst dann harmonisch, wenn die Tänzerin getreu dem inhaltlichen Ansatz des Abends schroff vom Sturmwind zum linden Lüftchen wechselt. Hier ist alles Perfektion - angefangen bei der präzisen Rhetorik der Handbewegungen bis hin zum Trommelfeuer der Sohlen und Absätze.

ABSTRAKT All dies spielt sichin einer von Benno Hungerbühler zurückhaltend, aber stimmungsvoll inszenierten, zuweilen beweg-ten Lichtlandschaft ab. Die Winde aus dem anderen Land werden hier genauso hinter-gründig und in wohl erwogener Abstraktion eingefangen, wie dies auch in der Musik und im Tanz geschieht.
Auf dem Heimweg lauscht man auf die Winde und spürt merkwürdigerweise kaum etwas von der winterlichen Kälte.

Sponsoren

Die Entstehung von „Del Fuego“ und „Resonance“ wurde unterstützt durch:

Kulturkomission BS/BL
GGG
BL Kantonalbank
Offene Kirche Elisabethen


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